Rezensionen

Demented Are Go
“Welcome Back To Insanity Hall”
People like you Records

Welcome Back To Insanity Hall

Nach siebenjähriger Wartezeit heißt es endlich „Willkommen zurück in der Irrenanstalt“. Demented Are Go, lassen die Verrückten nach feinstem Horror-Psychobilly tanzen. Bei 16 Hammersongs, sind alle Medikamente zwecklos und Wrecking ist vorprogrammiert. Besonders „Bodies In The Basement “ heizt da richtig ein. Das Intro der CD, bei dem es ab in die Irrenanstalt geht, ist mit den wirren Stimmen superlustig und das Albumkonzept somit rund.
Die Dementen geben auf der ganzen CD Vollgas. Bei „Head On Poles“ kann man schön zusammen mit Sänger Sparky grölen.”Devil Says Kill”, gehört mit seinem dezenteren Gewand genau wie das eingängige „Lucky Charm“ zu meinen Favoriten. Beschwingt countrymäßig geht es bei „Gone“ zu. „Welcome Back to Insanity Hall“ ist energiegeladener Psychobilly vom Feinsten, bei dem sogar die Wände der Gummizelle wackeln.

i.s.o.

 

The Brains
“Drunk not dead”
People like you Records

Drunk not dead

Man kann nicht genau definieren, welches der Hauptmusikstil der Band ist. Purer Psychobilly ist kaum zu hören, nur bei ein paar Liedteilen. Selbst für Hardcore Psychobillies ist der Metalanteil zu hoch. Es ist meiner Meinung nach, mehr eine Mischung aus Punk und Metal. Nur der Slapbass erinnert an Psychobilly. Auf Dauer nervt der fast durchgängige Metalgitarrensound. Die Texte sind kritisch und treffend und behandeln auch die üblichen Themen, wie Wein, Weib und Gesang. Der Track „Four Beast Ride”,“ ist das einzig wahre Stück für den Urpsychobilly. Ansonsten haben die Kanadier The Brains hier zu viel Metalgeschrammel im Gepäck. Doch, dass sie mit “Gato Calavera” auf Spanisch und mit “Porquoi Me Laisser” auf Französisch singen, ist eine Abwechslung.

Es ist keine CD für Rock‘ n‘ Roller oder Urpsychobillies. Im Großen und Ganzen ist „Drunk Not Dead“ nichts Weltbewegendes, doch Psychos, die auch gerne Punk und Metal hören, werden dieses Album lieben.

hr

 

Nekromantix
“What Happens In Hell, Stays In Hell”
Hellcat Records

What Happens In Hell, Stays In Hell

Bei den Nekromantix geht es auch bei diesem Album psychomäßig –gruselig zu. Schon beim ersten Track „ Bats In my pants“ kann man sich die Jungs mit den Fledermäusen in der Buxe lebhaft vorstellen. Der Albumtitel ist auch wieder Programm, obwohl er gar nicht stimmt. Denn was in der Hölle passiert bleibt bei den Nekromantix NICHT in der Hölle, sondern landet demnächst auf der Bühne. Und dann lässt das Trio wieder die Puppen, beziehungsweise die Monster tanzen. Ob nun bewaffnete Schlafwandler (Sleepwalker With A Gun), Ghosts , Ghouls oder Bela Lugosis Stern (Bela Lugosi’s Star), alle sind sie dabei. Ob mich der Doktor nun für verrückt hält oder nicht (Crazy) ist bei der CD egal. Die Nekromantix machen einfach Spaß und gehen standesgemäß ab (Demonspeed) und auch der Titeltrack (What Happens In Hell, Stays In Hell) hat nicht zu viel versprochen. Als romantisch-beschwingter Typ gehören der Song „I Kissed A Ghoul“ und das piffige „Love You Deadly ° zu meinen Anspieltipps.

i.s.o.

 

 

William Elliott Whitmore
“Field Songs”
Anti/Indigo

Field Songs

Kaum steckt die CD im Player fühlt man sich wie auf dem Lande. Die Hühner gackern, die Natur rauscht und ruhige Klampfentöne stimmen auf das Farmleben ein. Das sechste Studioalbum von William Elliott Whitmore macht seinem Titel alle Ehre. Es heißt schließlich auch Field Songs und von diesen gibt es acht Stück. Gesungen wird über die Arbeit in Wald, Feld und Flur. Mal hoffnungsvoll, mal sanfter Protest in Folk, Blues oder Bluegrass, traditionell wie zu Zeiten des Amerikanischen Bürgerkrieges. Whitmore erinnert mich ein wenig an Bob Dylan, der vor allem im Song „Let’s do something impossible“ beherzt zum Banjo greift. Mir ist das Ganze jedoch zu ruhig und bedächtig. „Not Feeling Any Pain“ ist für mich der beste Song des Albums, da es da ein ganz wenig flotter wird. „Field Songs“ gefällt bestimmt dem Liebhaber von ruhiger Lagerfeuermusik und Whitmore ist ein sympathisches Landei, das über das singt was er liebt.

i.s.o.

Rockabilly Ruhrpott – Film


Schon der Vorfilm “Gray Hawk” stimmt einen auf das Thema Rockabilly und Co. ein. Es handelt von einem Rock’n’ Roll begeisterten Vater und seinem Sohn. Der Sohn möchte lieber ein Spießerleben führen und besucht hinter dem Rücken seines Vaters die Abendschule.
Der Film war am Anfang ganz nett, wurde dann zum Ende hin aber leider etwas flach, was vielleicht an der Kürze lag.

Der Hauptfilm “Rockabilly Ruhrpott” hätte eigentlich “Teddyboy Rock Ruhrpott” heißen müssen. Rock’a’Billy Musik wurde kaum gespielt. Es lag wohl daran, dass die Filmemacherinnen keine Möglichkeiten hatten an weitere Bands zu kommen. Den Zuschauer erwartet in “Rockabilly Ruhrpott” ein kurzer Ausflug in die sogenannte Rockabilly Welt, deren Hochburg der Ruhrpott sein soll. Es werden vorwiegend Geschäftsleute und Bands aus der hiesigen Szene interviewt. Da wird die eine oder andere Anekdote erzählt und das Rockabilly Lebensgefühl vermittelt. Die Qualität der Aufnahmen mögen manche als nicht sehr scharf angesehen haben. Ich fand sie aber für den Dokumentarfilm recht passend. Die Darsteller des Films waren alle sehr authentisch und gaben sich so, wie sie auch sind. Da ich selber seit über 30 Jahren in der Szene bin, konnte ich einige Kommentare sehr leicht nachvollziehen. Dem Kölner Premierenpublikum hat der der Film jedenfalls gefallen und es hat sehr viel Spass gemacht endlich einmal kein falsches Bild der Szene zu sehen. Ob der Film etwas für Aussendstehende ist, kann man schlecht beurteilen. Für Eingeweihte, ist der Film jedenfalls sehr witzig und unterhaltsam und hätte ruhig länger als 60 Minuten gehen können.

(hr)

 

Kitty, Daisy & Lewis
„Smoking in Heaven“
Pias UK/Sunday Best (rough trade)

Kitty, Daisy & Lewis Kitty, Daisy & Lewis , die drei Geschwister aus London melden sich mit einem neuen Album zurück. SMOKING IN HEAVEN ist der zweite Streich nach ihrem Debutalbum 2008. Rock & Roll, Swing, Hillbilly und R& und jetzt auch Ska ( I’m so sorry ) und Pop-lala (Messing with my Life) bekommt man da zu Gehör. Die drei jungen Musiker sind recht vielseitig. Man könnte jetzt aber auch wahllos sagen. Haben sie sich jetzt durch die Retroschiene in die Rockabillygazetten geschlichen? Sie sind gute Musiker und die Songs vielversprechend. Doch muss man nicht jedes Genre abdecken. Der Track “Messing with my Life” geht gar nicht, denn so eine Kaufhausmusik gibt es schon genug. Es bleibt zu hoffen, dass die Band dem Rock & Roll und Rockabilly Style treu bleibt. Stücke, wie “I’m Going Back” gegen ins Rock and Roll Tanzbei und sind einfach um Längen besser als eben “Messing with my Life”
i.s.o.

Cherry Casino & The Gamblers
„Fat Mama’s Daughter“
Rhythm Bomb Records

Cherry Casino Nach der ersten CD von Cherry Casino, die meines Erachtens einen Tick durchwachsener war, ist auf „Fat Mama’s Daughter“ noch mehr Rhythm ‚n’ Blues zu hören. Die Band spielt wieder sämtliche Songs rund um der Liebe Freud und Leid. Natürlich wird Cherry’s „Baby“ wieder ausgiebig besungen. Dies zeigt sich nicht nur in den Titeln der Songs „Baby, C’mom lets go“, „Crazy Baby“, „My Baby calls me on the phone“, „What if he steals my baby“ und „Hey Baby“. Die Liebe wird bei Sänger und Texter Axel Praefke besonders groß geschrieben und in schöne tanzbaren Songs verpackt. Und der Anlass für all diese wunderbare Musik, waren laut Booklet die Erlebnis aus Cherry’s letztem Sommerurlaub. Leider ist die CD mit rund 30 Minuten etwas kurz, doch wenn nach Cherry’s Urlaub immer solch großartige Alben herauskommen, sollte er möglichst bald wieder auf Reisen gehen.

ao

Built 4 Speed
„Minor Part Two“
Endless Soul Records/Cargo Records

Built 4 Speed Nachdem die Rockabilly Formation Built 4 Speed ihre EP Minor Part One veröffentlichten, folgt nun Part II. Auf diesem Album finden sich dreizehn eigene Rockabillytracks, die gerne im Molltongewand daherkommen. Sänger und Komponist Johnny liebt Moll, weil dies seine persönliche Botschaft am besten transportiert. Und zugegebenermaßen sind alle Songs recht schräg und irgendwie schrammelig-temporeich. So nutzt die Band den 4/4 Takt und scheut sich außerdem nicht „Personal Jesus“ von Depeche Mode zu covern. Die Stücke sind meines Erachtens wenig abwechslungsreich und könnten das eine oder andere zusätzliche Highlight vertragen. Built 4 Speed bedienen nicht die nostalgischen Rockabillyklänge, sondern beglücken eher den Liebhaber des trashigen Garagensounds.

tb

Mars Attacks
„Circle of Love“
Blue Lake Records

“Circle of Love” ist schon das vierte Album der Mars Attacks. Und mit 14 Songs kann es sich wirklich hören lassen. Vier Songs sind nämlich nur Coverversionen. Die Band hat also genug Eigenpotential. Das Album dreht sich von A – Z um die Liebe. Sänger Rolands tolle tiefe Stimme hat etwas von Elvis
und es ist toll, wie er neben Gitarrenklängen auch die Trompete zum Einsatz bringt. Stücke, wie “Leavin’ It All Behind ” haben nicht zuletzt dadurch einen hohen
Wiedererkennungswert. Zum meinen Favoriten gehören außerdem noch “Rome Wasn’t Built In A Day ” und “Lush”. Das sind absolute Rockabilly Highlights.
Das Cover “King of Fools” paßt auch hervorragend in den Kreis der Liebe und die CD “Circle of Love kann ruhig ein paar Kreise im Player drehen. Denn der Sound macht irgendwie süchtig.

i.s.o.

The Roomates
„The Classic Sound of The Roomates“
ACE

The Roomates Auf dem diesjährigen Musikbox-und Straßenkreuzerfestival in Verl traten die Roomates auf. Sie sind ein Quartett aus England und spielen Original 50´s DooWop. Das mir vorliegende Album enthält gleich 23 Tracks. Mit dabei sind zahlreiche gecoverte Stücke, aber natürlich auch Eigenes. Hier sei beispielsweise der Song Sandrine erwähnt. Dieser ist der kleinen Tochter eines Bandmitgliedes gewidmet. Natürlich trägt sie den Namen Sandrine. Der DooWop Sound von den Roomates ist ein Stück Zeitgeschichte, die zum Träumen einlädt.

i.s.o

Lingnau/Wohlgemuth
„Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“
CD zum Musical
FKP Scorpio/Whale Songs

Blaubär Das beliebte Käpt’n Blaubär Musical musste leider in Hamburg entfallen. Mit der Musical-CD gibt es nach den Gastspielen in Köln und Frankfurt nun die letzte musikalische Möglichkeit durch die 13 ½ Blaubärleben zu reisen. Nach dem Prolog von Blaubär Wolfgang Völz sind auf dem Album 21 weitere Musicalsongs über Atlantis, Zarmonien, den Tornado, eine schlechte Idee und die 13 ½ Leben überhaupt. Im Song „Wir fliegen“ singt Karl Dall mit und als Bonustrack gibt es eine Dirk Bach-Version von „Ich bin nur eine schlechte Idee“. Die Songs sind wirklich gut und auch für Kinder zum Mitsingen geeignet. Alle Songtexte und viele Bilder gibt es außerdem auf der CD. Mir persönlich ist jedoch ein schönes Bocklet anbei lieber. Dennoch ist die CD ein schönes Souvenir der Blaubärreise für sich und die Lieben daheim.

ao

Cherry Casino and the Gamblers
„Let’s play around!”
Rhythm Bomb Records

Let’s play around! Cherry Casino and the Gamblers kamen mir im Februar beim Rockabillykonzert im Jägerhof, Dinslaken erstmalig zu Gehör. Die Berliner Band spielt beschwingten 1950′s Rhythm and Blues & Rockabilly. Die Texte des Debutalbums drehen sich um Liebe, Triebe, Heiterkeit. Sänger Axel Praefcke singt herzzerreißend über den ganzen Ärger, den man mit seiner Liebsten, sprich Baby, so haben kann. Mein Favorit des Albums ist der Track „Did you hear that door slam?” Dieser stammt, wie weitere zehn Songs, auch aus der Feder von Axel Praefcke. Mit den nur vier Coverversionen dieser CD, wie beispielsweise „Five Minutes More”, kann man sich ein gutes Bild über das Potential der Band machen. Wer irgendwie kann, sollten nach einem der raren Gigs der Gruppe Ausschau halten. Es lohnt sich.

i.s.o.

Gerd Dudenhöfer
spielt Heinz Becker
„Null und Richtig!”
Sony/BMG

Null und Richtig Gerd Dudenhöfer Für Heinz Becker, den kauzigen Besserwisser mit der Batschkapp ist alles „Null und Richtig!“. Ob Handybestellung im legendären Eckstübchen, Homo-Ehe oder die Gene, zu allem hat Heinz eine besondere Ansicht. Für Frau Hilde und Sohn Stefan ist das nicht immer leicht. Auf dieser Doppel-CD gibt es eine Liveaufzeichnung des Programms mit Gerd Dudenhöfer aus dem Capitol Mannheim vom 2. – 4. Dezember 2004, samt Zugaben. Heinz muss seinen Sohn Stefan aufklären, erzählt von seinem Freund Meyer Kurt, der beim Augenarzt war und meint, der natürliche Feind des Menschen sei der Pekinese und die Schwiegermutter. Die Erlebnisse sind wie immer sehr lustig, denn Heinz erzählt trocken, frei von der Leber weg in seinem unnachahmlichen Dialekt. Diese CD ist ein Vorgeschmack, um Gerd Dudenhöfer demnächst live auf der Bühne zu sehen. Denn die unschuldige Miene von Heinz, sorgt dann für noch mehr Spaß.

i.s.o.

Tim Fischer
„Tim Fischer singt Kreisler”
Sony Music

Fischer singt Kreisler Georg Kreislers Lieder sind mal heiter mal traurig, aber auf jeden Fall sind sie eines und zwar bissig. Tim Fischer kann sie wunderbar theatralisch interpretieren. Irgendwie hat er sich hier aber die melancholischsten Titel vorgenommen. Bei Stücken wie „Mathias“, „ Ich hab dich immer geliebt“ oder „Wo kommt das Weinen her“, wird man ganz sentimental. Natürlich fehlt auf der CD auch „ Wenn die Mädchen nackt sind“ nicht. Und da ich es bissig und beschwingt mag, sind meine Favoriten „Kreuzworträtsel“ und „Barbara“. Die Liedauswahl ist böse und die Stücke, wie immer, gegen alles. Letzteres trifft auch auf das Vorwort zur CD zu, welches Georg Kreisler schrieb. Nicht ohne auch gegen Tim Fischer, diesen Nichtskönner, zu sein. Denn dieser besticht lieber hochmusikalische Zeitungskritiker, ein paar freundliche Worte zu schreiben, bevor sie beichten gehen. Genug der Freundlichkeit an dieser Stelle also.

i.s.o.

Signor Rossi vs DE-PHAZZ
“Viva La Felicita”
Eastwest/Warner Music Group

Signor Rossi Gestatten Rossi, so stellt sich Herr Rossi in der 70er Jahre Zeichentrickserie dem Fernsehzuschauer vor. Leider ist Herr Rossi momentan vom Fernsehschirm verschwunden, nur ab und an schaut er mal im hessischen Rundfunk vorbei. Ich erinnere mich noch gut an die Serie „Herr Rossi sucht das Glück“ und habe auch den gleichnamigen Song noch im Ohr. Im italienischen Original heißt er “Viva La Felicita”. Auf dieser Maxi-CD wird das Lied in fünf Versionen vorgestellt. Der Phazzadelic Radio Mix und Phazzadelic Extended Remix von DE-Phazz klingen sehr ähnlich der fröhlichen Originalversion . Die Remixversionen von Worldless Poeple dagegen klingen recht groovig. Nur Ali N. Askin hat mit seinem Mix vom Glückssong eine sehr ruhige Version aufgenommen. Auf der CD gibt es außerdem noch das Video zum Song “Viva La Felicita” und einen original Filmdialog zwischen Herrn Rossi und seinem Hund Gastone. Ich hätte mich noch über die deutsche Version des Filmsongs gefreut. In jedem Fall ziehe ich, genau wie Herr Rossi, den Hut vor dieser gute Laune CD und begebe mich beschwingt auf Glückssuche.

(i.s.o.)

Meret Becker
“fragiles”
Universal Classics

fragiles Geschichten und Lieder wechseln sich ab auf der CD “fragiles”. Diese ist die nunmehr vierte CD von Meret Becker, bei der alles sehr zittrig, gehaucht, und wie der Albumtitel schon verrät, eben sehr zerbrechlich ist. “Fragiles” ist nichts für nebenbei, sondern man muß den Texten und Liedern schon aufmerksam lauschen, wenn einem nichts verborgen bleiben soll. Becker’s Stimmenspiel ist schon besonders. Es reicht von hoch über tief, um wieder bei hoch zu landen und umgekehrt.Thematisch handeln die Stücke von den liebenswerten Schächen und Marotten älterer Menschen, wie z.B. deren Vergesslichkeit in “Die Gräfin”. Auch die Verliebtheit eines Herrn, der sich täglich für die Nachrichtensprecherin fein mach im Glauben sie könne ihn sehen, laden zum Schmunzeln ein. Bei der Vertonung solcher Anekdoten helfen Banjo, die berühmte singenden Säge und auch Alltagsklangkörper, wie beispielsweise ein Kamm.
Obwohl sich die CD aufgrund ihrer Melancholie und der recht anstrengenden Stücke ( z.B.”Enfant Du Miel”) kaum an einem Stück hören läßt, so habe ich mit dem melodiöseren “Awake” und der schönen Ballade von der herzheilenden “Flickenkönigin” noch meine Favouriten gefunden. .

(i.s.o.)

Tim Fischer
“Walzerdelirium”
DCD – live aus dem BKA-Luftschloß/Berlin
Tim Fischer Chansons/TIS/WSM

Walzerdelirium Zur aktuellen Tour “Walzerdelirium” präsentiert Tim Fischer jetzt endlich die gleichnamige Doppel-CD. Aufgenommen wurde diese DCD in der Zeit vom 5.-8.04.01 im BKA-Luftschloß/Berlin. Tim ist ein Meister jeglicher Tonart. Und genau damit verkörpert er auch die verschiedensten Rollen. Einmal mit Wiener Schmä, einmal bayrisch oder als Persiflage auf einen Künstler. So bringt er uns die Lieder von Georg Kreisler, Tom Waits, Udo Jürgens und anderen rüber. Das alles natürlich im 3/4 Takt. Tim Fischer ist Diva, Mädchen, Matrose oder sogar HipHopper. Und dabei ist er einfach wunderbar. Allen, die jetzt bei dieser DCD schon auf den Geschmack gekommen sind, sollten nicht versäumen Tim einmal live zu sehen. Denn nur so kommt man in den Genuss seiner Mimik und Gestik, die dem Ganzen, dann das i-Tüpfelchen aufsetzt.

i.s.o.

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