Ein Bad Hombre ist Bob Wayne nicht – Hört selbst!

Bob Wayne - Bad Hombre

Bob Wayne – Bad Hombre | Rockabilly Rendezvous Kulturmagazin

Bob Wayne
Bad Hombre
People Like You Records/Sony Music

Nach dem Coveralbum Hits, Hits, Hits kam am 05 Mai 2017 der neue Longplayer von Bob Wayne heraus. Bad Hombre heißt das gute Stück. Doch so schlecht ist der Mann gar nicht. Die 13 Stücke können sich hören lassen und sind fast ausschließlich Eigenkompositionen. Wayne erzählt von Menschen und Erlebnissen auf der Straße und das alles wird im typischen Countrysound verpackt.

Schon bei Hell Yeah denkt man an Square Dance samt Caller und möchte sich einreihen, um los zu tanzen. Das Banjo steht für Fröhlichkeit der einzelnen Songs auf Bad Hombre und wird recht virtuos angeschlagen.
Still Truckin‚ hat ein wenig Rock ‚n‘ Roll Klänge, da lacht das Trucker Herz. 80 Miles From Baghdad zeigt dann wohin die Reise geht. 420 bound ist ein sehr beschwingter Song, der sich so richtig ins Gehör fiedelt. Bei Hangin‘ Tree hingegen wird es melancholisch und erinnert ein wenig an die ruhigen Tracks von Chris Isaak. Schnelligkeit mit der dreckigen Stimme Bob Waynes und kräftigem Yeehaw hört man dann wieder in Take Back The USA. Da wird der Präsident aufgehängt und ein wenig abgerechnet, wobei der Sound trotzdem fröhlich bleibt. Devil’s Backbone, eine Gegend in Alabama, ist auch ein Klassetitel, der klare Banjosolotöne hervorzaubert. Mit Fairground In The Sky gibt es ein typisches Country-Duett à la Carter/Cash. Mit dabei ist Countrysängerin Kristina Murray.

Durch Wake Me Up, im Original von dem Soulmusiker Aloe Blacc, hat sich dann am Schluss des Albums doch noch ein Cover eingeschlichen. Dies verzeiht man Bob Wayne gerne, denn mit so viel Hillybilly-und Countrysound macht die CD einfach Spass.
Dieses 8. Album mit dem Namen Bad Hombre ist ganz und gar nicht schlecht und der Mann hier somit auch nicht. Davon kann man sich auf der Tour des Working Class Musician selbst überzeugen.
th